Kulturministerin stellt 290.000 Euro für Provenienzforschung bereit

Kulturministerin stellt 290.000 Euro für Provenienzforschung bereit - (Foto: Ina Brandes (Archiv))
Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt in diesem Jahr 14 Museen, Archive und Bibliotheken bei der Erforschung der Herkunft ihrer Bestände. Dafür stellt das Kulturministerium rund 290.000 Euro aus dem Programm 'Provenienzen NRW' bereit, wie das Ministerium am Mittwoch mitteilte. Eine Fachjury hatte die Projekte für die dritte Förderrunde des Programms ausgewählt. Kulturministerin Ina Brandes sagte, man könne historisches Unrecht zwar nicht ungeschehen machen, müsse aber heute dafür Verantwortung übernehmen.
Zu den geförderten Einrichtungen gehören unter anderem das Kunstmuseum Gelsenkirchen, das Kreismuseum Wewelsburg in Büren und das Städtische Museum Abteiberg in Mönchengladbach. In Wewelsburg soll etwa NS-Raubgut aus der ehemaligen Sammlung der 'SS-Schule Haus Wewelsburg' identifiziert werden. Seit Start des Programms hat das Land Nordrhein-Westfalen insgesamt 43 Vorhaben mit nahezu 800.000 Euro gefördert. Das Landesprogramm ergänzt die Fördermöglichkeiten des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste auf Bundesebene. Am heutigen Mittwoch beteiligen sich zudem zahlreiche Museen in NRW am Internationalen Tag der Provenienzforschung mit Vorträgen und Führungen.

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