Kreislauferkrankungen in NRW auch 2025 häufigste Todesursache

Kreislauferkrankungen in NRW auch 2025 häufigste Todesursache - (Foto: Friedhof (Archiv))
Düsseldorf - Im Jahr 2025 starben laut Todesbescheinigung in Nordrhein-Westfalen 63.372 Menschen an einer Krankheit des Kreislaufsystems. Das waren 29 % aller Sterbebefälle.

Wie das Statistische Landesamt mitteilte, waren Kreislauferkrankungen damit weiterhin die meistverbreitete Todesursache. Die häufigste Krankheitsgruppe unter den Kreislauferkrankungen war mit 21 % die chronisch ischämische Herzkrankheit gefolgt von Herzinsuffizienz mit 12 %. Ein akuter Myokardinfarkt war bei 9 % der Todesfälle aufgrund von Kreislauferkrankungen die Todesursache. Bei 7 % waren es Vorhofflimmern und Vorhofflattern. Zweithäufigste Todesursache in NRW waren bösartige Neubildungen, also Krebserkrankungen, mit 50.574 Todesfällen im Jahr 2025.

Sie machten 23 % aller Sterbefälle aus. Die häufigste Krebserkrankung mit Todesfolge war Bronchien- und Lungenkrebs: 23 % aller krebsbedingten Sterbefälle hatten diese Todesursache.

Mit deutlichem Abstand folgten Brustkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs mit jeweils 8 %. Krankheiten des Atmungssystems belegten Rang 3 der häufigsten Todesursachen in NRW mit 18.991 Todesfällen und einem Anteil von 9 % an allen Gestorbenen. Mit 46 % entfiel fast die Hälfte davon auf die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD).

Bei 24 % der Todesfälle aufgrund von Atemwegserkrankungen wurden Lungenentzündungen und bei 7 % die Grippe als Todesursache erfasst. An psychischen und Verhaltensstörungen starben in NRW im Jahr 2025 17.440 Menschen. Damit lagen sie auf Rang 4 der häufigsten Todesursachen und machten 8 % aller Gestorbenen aus.

Mit 85 % war ein Großteil dieser Todesfälle auf Demenzerkrankungen zurückzuführen. Alkoholbedingte psychische und Verhaltensstörungen machten 7 % der Todesfälle aufgrund von psychischen und Verhaltensstörungen aus. Das durchschnittliche Sterbealter der 218.721 Gestorbenen im Jahr 2025 lag in NRW bei 80 Jahren und blieb damit unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Männer starben im Schnitt mit 77 Jahren, Frauen mit 82 Jahren und damit durchschnittlich 5 Jahre später als Männer.


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