Das baden-württembergische Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat die Abschlussdokumentation des Modellprojekts „Kirchliche Räume zu Dritten Orten weiten“ veröffentlicht. Das hat Minister Peter Hauk am Mittwoch mitgeteilt. Fünf Gemeinden im Land haben demnach Konzepte entwickelt, um kirchliche Gebäude als öffentliche Treffpunkte zu öffnen.
Beteiligt waren die Gemeinden Aichstetten, Ehrenstetten, Völkersbach, Mägerkingen und Wertheim.
In moderierten Beteiligungsprozessen entstanden unter anderem offene Treffpunkte mit Co-Working-Angeboten, seniorengerechte Appartements mit Gemeinschaftsraum sowie Nutzungskonzepte für sakrale Gebäude, die von Andachtsräumen über Mittagstische bis zu Vorträgen und Konzerten reichen. Ziel war es, dem Verlust von Treffpunkten durch schwindende Infrastruktur entgegenzuwirken.
Das Projekt wurde vom Referat Kirche im Ländlichen Raum der Erzdiözese Freiburg geleitet und gemeinsam mit weiteren Diözesen und evangelischen Landeskirchen umgesetzt. Wissenschaftlich begleitet wurde es von der Evangelischen Hochschule Freiburg und der Intersectoral School of Governance Baden-Württemberg. Eine Handreichung und eine Online-Veranstaltungsreihe sollen weitere Gemeinden zur Nachahmung anregen.
Kirchliche Räume werden zu Begegnungsorten im Ländlichen Raum
über dts Nachrichtenagentur
06. Mai 2026 - 10:20 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland