Einen Monat vor dem regulären Start des Ausbildungsjahres sind in Nordrhein-Westfalen noch 34.227 betriebliche Ausbildungsstellen unbesetzt. Das teilte die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit am Freitag mit.
Roland Schüßler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion, sagte, die duale Berufsausbildung sei die beste Eintrittskarte in ein erfolgreiches Berufsleben; jede unbesetzte Stelle sei eine Chance auf den Berufseinstieg.
Bis Ende Juli wurden 89.661 betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet, 7,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Schüßler sprach von einem historischen Tiefstand, an dem die Wirtschaftskrise erheblichen Anteil habe.
Als einen möglichen Weg in der Krise nannte er die Einstiegsqualifikation, ein sozialversicherungspflichtiges Langzeitpraktikum. Dieses wird von den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern mit einem Zuschuss zur Praktikumsvergütung und einer Pauschale für die Sozialversicherungsbeiträge gefördert. Die Praktikumszeit kann auf eine anschließende Ausbildung angerechnet werden.
Die Zahl der Bewerber blieb mit 101.774 nahezu stabil und lag um 0,4 Prozent über dem Vorjahr. Noch 47.055 Bewerber suchten einen Ausbildungsplatz, 3.326 mehr als im Vorjahr; als unversorgt galten 34.892 Jugendliche, ein Anstieg um 6,9 Prozent. Die meisten freien Stellen gab es im Handel mit 8.967, in der Industrie mit 7.330 und im Baugewerbe mit 3.874. Im Gesundheits- und Sozialwesen waren 2.004 Ausbildungsplätze offen.
In NRW sind noch 34.227 Ausbildungsstellen unbesetzt
über dts Nachrichtenagentur
31. Juli 2026 - 10:10 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland