Wesentliche Gründe für den Anstieg des Potenzialwachstums sehen die Forscher in der Digitalisierung und im zunehmenden Einsatz von sogenannter "Künstlicher Intelligenz" (KI), der die Produktivität und Effizienz steigern werde. Ein Wachstumsbeitrag von durchschnittlich einem halben Prozentpunkt werde zudem von zunehmendem Kapitaleinsatz erwartet.
Hintergrund ist der enorme Investitionsbedarf beim KI-Einsatz, beim Ausbau der Energieinfrastruktur oder auch beim Klimaschutz. "Das setzt voraus, dass die seit Jahren andauernde Investitionsschwäche in Deutschland überwunden wird", heißt es in der Studie. Um die privaten Investitionen anzukurbeln, plant die Bundesregierung kommende Woche einen internationalen Investorengipfel in Berlin.
Der Wachstumsbeitrag des Arbeitseinsatzes dagegen werde in den kommenden 15 Jahren leicht negativ sein. Denn das deutsche Erwerbspersonenpotenzial werde demographiebedingt deutlich abnehmen. "Im Jahr 2040 werden lediglich 50,8 Millionen Personen im erwerbsfähigen Alter sein. Dies entspricht einem Rückgang von 7,7 Prozent beziehungsweise 4,3 Millionen Personen im Vergleich zum Basisjahr 2025", so die Studie.