Im ersten Halbjahr 2026 importierte Deutschland fast zweieinhalbmal so viele Waren aus China, wie es dorthin exportierte. Besonders betroffen sind die Autoindustrie, die Elektrobranche und der Maschinenbau. Diese drei Schlüsselbranchen tragen maßgeblich zum Anstieg des Defizits bei.
Der Umbruch im China-Handel trifft die tragenden Säulen der deutschen Industrie. Neben Chinas technologischem Aufholen seien systemische Wettbewerbsverzerrungen wie hohe Subventionen und eine stark unterbewertete Währung Gründe für die Entwicklung, so der IW-Außenhandelsexperte Jürgen Matthes. Er forderte, dass der Europäische Rat die Kommission auffordern sollte, schnell ein neues handelspolitisches Instrument zu entwickeln, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.