Die Hamburger haben sich in einem Referendum gegen eine Bewerbung der Stadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele ausgesprochen. Nach aktuellen Auszählungen stimmten rund 55 Prozent der Teilnehmer mit Nein.
Die Linke sieht den Senat und seine Unterstützer aus CDU, Handelskammer und Eventbranche durch das Votum blamiert. Die Co-Fraktionsvorsitzende Heike Sudmann kritisierte die Kampagne der Befürworter als arrogant und unlauter.
Sie forderte den Ersten Bürgermeister und alle Senatsmitglieder auf, Konsequenzen zu ziehen und ihre Politik zu hinterfragen. Die Probleme der Stadt müssten jetzt gelöst werden und nicht erst in 14 oder 18 Jahren.
Der sportpolitische Sprecher Martin Wolter schlug vor, die für Olympia vorgesehenen 1,4 Milliarden Euro nun in den Breitensport, Turnhallen, Schwimmbäder und Barrierefreiheit zu investieren. Er appellierte an SPD, Grüne und CDU, das Votum der Bürger zu akzeptieren und nicht erneut mit einer Olympia-Bewerbung zu kommen. Die Hamburger hätten bereits 2015 und nun erneut Nein gesagt.
Hamburger lehnen Olympia-Bewerbung erneut ab
über dts Nachrichtenagentur
31. Mai 2026 - 20:05 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland