Die Hamburger haben sich in einem Referendum gegen eine Bewerbung der Stadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele ausgesprochen. Damit sei die Chance auf die Ausrichtung der Spiele in Hamburg auf Jahrzehnte vertan, so die CDU-Bürgerschaftsfraktion.
Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Dennis Thering, zeigte sich enttäuscht über das Ergebnis. Er sprach von einer verlorenen Jahrhundertchance für neuen Schwung, internationale Sichtbarkeit und notwendige Investitionen.
Thering kritisierte, dass SPD und Grüne keine gemeinsame Kampagne aller demokratischen Kräfte gewollt hätten, weshalb die Unterstützung Stückwerk geblieben sei. Zugleich wertete er das Votum als Misstrauensvotum gegen den rot-grünen Senat und Bürgermeister Peter Tschentscher, dem es nicht gelungen sei, die Bevölkerung von den Chancen zu überzeugen.
Die CDU forderte den Bürgermeister nun zu einer Regierungserklärung auf. Er müsse darlegen, welchen Zukunftsplan er für Hamburg habe und wie er verlorenes Vertrauen zurückgewinnen wolle. Nach dem Klimaentscheid sei dies die zweite verlorene Volksabstimmung für Tschentscher in kurzer Zeit, so Thering weiter.
Hamburger lehnen Olympia-Bewerbung ab – CDU fordert Regierungserklärung
über dts Nachrichtenagentur
31. Mai 2026 - 20:05 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland