Die Hamburger haben sich in einem Referendum mehrheitlich gegen eine Bewerbung der Stadt um die Olympischen und Paralympischen Spiele ausgesprochen. Die SPD-Fraktion hatte zuvor stets betont, dass eine Bewerbung nur bei einer klaren Mehrheit der Bevölkerung fortgeführt werde.
Der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Dirk Kienscherf, erklärte, die Entscheidung der Bürger sei zu respektieren. Man habe stets versprochen, dass die Menschen bei dieser wichtigen Frage das letzte Wort haben sollten.
Gleichwohl hätte man sich mit Blick auf die großen Zukunftsaufgaben der Stadt ein anderes Ergebnis gewünscht. Das vorgelegte Konzept für nachhaltige, kompakte und moderne Spiele sei außergewöhnlich ausführlich und tragfähig gewesen.
Kienscherf dankte allen Unterstützern aus Sport, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie den zahlreichen Freiwilligen für ihr Engagement. Die Spiele hätten wichtige Impulse für Infrastruktur, Barrierefreiheit sowie Investitionen in Sport und Mobilität geben können. Diesen Rückenwind spüren künftig die anderen Austragungsorte München oder Köln-Rhein-Ruhr. Hamburg werde sich als weltoffene Sportstadt weiterentwickeln.
Hamburger lehnen Olympia-Bewerbung ab
über dts Nachrichtenagentur
31. Mai 2026 - 20:45 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland