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Hamburger Staatsarchiv lagert Akten nach Stade aus - Kritik der Linken

Hamburger Staatsarchiv lagert Akten nach Stade aus - Kritik der Linken - (Foto: Linken-Parteitag (Archiv))
Die Hamburger Linksfraktion kritisiert die Auslagerung wichtiger Archivbestände nach Stade scharf. Das Staatsarchiv habe zu Jahresbeginn 58 Aktenbestände in das Niedersächsische Landesarchiv verlagert, die erst ab März schrittweise wieder einsehbar seien, teilte der erinnerungspolitische Sprecher Marco Hosemann am Freitag mit. Nutzer seien erst kurz vor der Weihnachtsschließung informiert worden, was laufende Forschungsarbeiten erheblich beeinträchtige. Hosemann bezeichnete die Vorgänge als Skandal.
Von den ausgelagerten Beständen seien nur zwei digitalisiert, und auch vorhandene Digitalisate seien nicht zeitgemäß nutzbar. Forscher müssten sich hunderte Seiten ausdrucken lassen, anstatt Kopien auf Datenträger zu ziehen. Die Antworten des Senats auf eine Anfrage zeigten, dass die Probleme kaum erkannt würden und wenig Interesse an Lösungen bestehe. Die Fraktion fordert den Senat auf, die Digitalisierung mit einer eigenen Digitalisierungsstraße und mehr Personal zu beschleunigen, digitale Bestände besser nutzbar zu machen und ein Aktenshuttle für Forscher anzubieten, die nicht nach Stade fahren können. Diese Forderungen sollen in der Bürgerschaft beantragt werden.

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