Hamburger Senat prüft Verlängerung der umstrittenen Flüchtlingsunterkunft am Überseering

Hamburger Senat prüft Verlängerung der umstrittenen Flüchtlingsunterkunft am Überseering - (Foto: Asylbewerberunterkunft (Archiv))
Der Hamburger Senat verhandelt über eine Verlängerung des Betriebs der Interimsunterkunft für Geflüchtete am Überseering 26 um ein weiteres Jahr bis Ende 2027. Das hat die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft mitgeteilt. Ursprünglich sollte die Unterkunft zum 30. September 2026 geschlossen werden, da der Mietvertrag zum Jahresende ausläuft.
Die Behörde für Soziales und der Betreiber Fördern & Wohnen (F&W) prüfen nun eine Fortführung über 2026 hinaus. Die Lage in der Unterkunft und der Umgebung ist nach wie vor angespannt. Nach Angaben der Linksfraktion gab es allein im laufenden Jahr 34 Brandeinsätze mit neun tatsächlichen Bränden. Bei einem Brand wurde eine Person leicht verletzt. Zudem leben aktuell 954 Menschen auf engstem Raum in der Einrichtung, darunter 364 Kinder und Jugendliche. Die Hygienesituation habe sich nur leicht verbessert, kritisierte die fluchtpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Carola Ensslen. Ensslen forderte den Senat auf, die Unterkunft nicht zu verlängern und stattdessen die Belegung zügig zu reduzieren. „Knapp 1000 Menschen auf so engem Raum sind zu viel“, sagte sie. Die beengten Verhältnisse begünstigten Hygienemängel und führten dazu, dass sich die Bewohner vermehrt im Umfeld der Unterkunft aufhielten. Eine abschließende Entscheidung über die Verlängerung liege noch nicht vor, die Abstimmung zwischen den Vertragsparteien laufe noch.

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