Die Hamburger haben sich mit deutlicher Mehrheit gegen eine erneute Bewerbung der Stadt um die Olympischen und Paralympischen Spiele ausgesprochen. Demnach stimmten rund 55 Prozent der Teilnehmenden gegen die Ausrichtung der Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044.
Die Wahlbeteiligung in Hamburg lag bei 50 Prozent und damit im nationalen Vergleich deutlich höher als in München mit 42 Prozent oder Nordrhein-Westfalen mit 33 Prozent. Eckart Maudrich, Sprecher von NOlympia Hamburg, kritisierte die Kampagne des Senats als unglaubwürdig.
Die Versprechungen zu stabilen Mieten und einer magischen Geldquelle für Bauprojekte hätten nicht überzeugt. Zudem seien milliardenschwere Kosten für Sicherheit und den Bau eines Leichtathletikstadions im Finanzkonzept nicht berücksichtigt worden.
Die Initiative forderte den Senat auf, die Prioritäten neu zu setzen. Die Menschen in der Stadt wünschten sich bezahlbare Mieten, gut ausfinanzierte soziale Einrichtungen, Sportplätze, Universitäten und Schulen. Grundrechte wie Barrierefreiheit dürften nicht von einem Megaevent abhängig gemacht werden. NOlympia Hamburg hatte sich bereits 2015 anlässlich der ersten Olympiabewerbung der Stadt formiert und war Mitte 2025 erneut aktiv geworden.
Hamburg lehnt Olympia-Bewerbung erneut ab
über dts Nachrichtenagentur
31. Mai 2026 - 20:25 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland