Hamburg erhöht Parkgebühren erstmals seit 2022

Hamburg erhöht Parkgebühren erstmals seit 2022 - (Foto: Parkplatz-Schild (Archiv))
Der Hamburger Senat hat eine Anpassung der Parkgebühren beschlossen, die erstmals seit 2022 in Kraft tritt. Wie die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende am Dienstag mitteilte, steigen die Sätze für das Kurzzeitparken, Tagestickets und Bewohnerparkausweise moderat an. Grund sei die kumulierte Inflation von rund 20 Prozent in den vergangenen vier Jahren.
Ziel der Maßnahme sei es, den begrenzten öffentlichen Parkraum wirksamer zu steuern und die Parkplatzsuche zu erleichtern. Die neuen Gebühren im Überblick: In der Innenstadt (Zone 1) kostet das Kurzzeitparken künftig 4,00 Euro pro Stunde statt bisher 3,50 Euro. In Zone 2 steigt der Satz von 3,00 auf 3,50 Euro, in Zone 3 von 2,50 auf 3,00 Euro und in Zone 4 von 1,50 auf 2,00 Euro. Tagestickets in Zone 2 kosten nun 12,00 Euro (bisher 10,00 Euro), in den Zonen 3 und 4 jeweils 10,00 Euro (bisher 8,00 Euro). Die Gebühr für den digital beantragten Bewohnerparkausweis erhöht sich von 65 auf 70 Euro, bei Anträgen vor Ort steigt sie von 70 auf 90 Euro. Elektrofahrzeuge können weiterhin bis zur Höchstparkdauer kostenfrei parken, gewerbliche E-Fahrzeuge zahlen künftig einen vergünstigten Satz von 70 Euro statt 250 Euro. Im Städtevergleich liegt Hamburg mit 4,00 Euro pro Stunde in der Innenstadt im Mittelfeld, gleichauf mit Berlin, Köln und Frankfurt, aber günstiger als Stuttgart (5,60 Euro) und Düsseldorf (4,50 Euro). Die technische Umstellung auf die neuen Gebühren erfolgt schrittweise in den kommenden Wochen. Zugleich schafft die Stadt die gesetzlichen Grundlagen für eine vollständige Digitalisierung des Parkraummanagements: Parkscheine aus dem Automaten und ausgedruckte Bewohnerparkausweise sollen bald der Vergangenheit angehören. Die zusätzlichen Einnahmen sollen unter anderem in den Ausbau und die Instandhaltung von Straßen fließen.

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