Gewerbesteueraufkommen der NRW-Kommunen stagniert

Gewerbesteueraufkommen der NRW-Kommunen stagniert - (Foto: Büros (Archiv))
Gewerbetreibende haben an die NRW-Kommunen im Jahr 2025 rund 16,994 Milliarden Euro Gewerbesteuer gezahlt. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, waren das 0,3 % mehr als im Jahr zuvor. 2024 hatte das Gewerbesteueraufkommen bei 16,942 Milliarden Euro gelegen. In den Jahren zuvor war ein ansteigender Trend der Gewerbesteuereinzahlungen in NRW erkennbar.
Er wurde im Jahr 2020 durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie unterbrochen. Die nordrhein-westfälischen Kommunen erhielten im Jahr 2020 auf der Grundlage des Gewerbesteuerausgleichsgesetzes Nordrhein-Westfalen Kompensationsmittel in Höhe von 2,72 Milliarden Euro. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung Nordrhein-Westfalens lag das kommunale Gewerbesteueraufkommen in NRW im Jahr 2025 bei 943 Euro je Einwohner/-in. Die kreisfreien Städte mit den höchsten Pro-Kopf-Einzahlungen waren Düsseldorf (2.349 Euro), Köln (1.524 Euro) und Münster (1.259 Euro). Die niedrigsten Einzahlungen hatten Herne (374 Euro), Bottrop (545 Euro) und Solingen (589 Euro). Von den 373 kreisangehörigen Gemeinden hatten Monheim am Rhein im Kreis Mettmann (4.418 Euro), Erndtebrück im Kreis Siegen-Wittgenstein (4.209 Euro) und Legden im Kreis Borken (2.900 Euro) die höchsten Pro-Kopf-Einzahlungen aus der Gewerbesteuer. Die niedrigsten Einzahlungen je Einwohner/-in wurden in Schieder-Schwalenberg im Kreis Lippe mit 231 Euro ermittelt. Es folgten Ruppichteroth im Rhein-Sieg-Kreis mit 239 Euro und Odenthal im Rheinisch-Bergischen-Kreis mit 267 Euro je Einwohner/-in. Über die Gewerbesteuerumlage fließt Bund und Ländern ein festgelegter Anteil am Gewerbesteueraufkommen der Kommunen zu. Dieser betrug in den Jahren 2024 und 2025 jeweils rund 1,3 Milliarden Euro. Die Gewerbesteuer ist eine Gemeindesteuer, für die die Kommunen das Hebesatzrecht haben. Laut Gewerbesteuergesetz muss mindestens ein Hebesatz von 200 % festgesetzt werden.

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