Gerlach warnt vor späten HIV-Diagnosen

Gerlach warnt vor späten HIV-Diagnosen
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) hat anlässlich des Welt-Aids-Tages auf die Bedeutung frühzeitiger HIV-Tests hingewiesen. "Noch immer erfolgt ein Teil der HIV-Diagnosen leider sehr spät", sagte die Ministerin am Sonntag. Dabei sei eine frühzeitige Diagnose entscheidend, da moderne Medikamente die Virusvermehrung unterdrücken und bei rechtzeitigem Therapiebeginn Aids verhindern könnten. Nach aktuellen Schätzungen des Robert-Koch-Instituts infizierten sich im vergangenen Jahr etwa 290 Menschen in Bayern neu mit HIV. Die Zahl der Neuinfektionen blieb damit weitgehend stabil.
Ende 2024 lebten rund 12.400 Menschen in Bayern mit HIV, bundesweit waren es etwa 97.700. Schätzungsweise 8.200 HIV-Infektionen in Deutschland sind noch nicht diagnostiziert. Der Freistaat hat in den vergangenen 15 Jahren mehr als 56 Millionen Euro für Maßnahmen zur Eindämmung von HIV bereitgestellt. Im aktuellen Haushalt stehen rund 4,4 Millionen Euro zur Verfügung. In Bayern gibt es neun psychosoziale AIDS-Beratungsstellen, 76 Gesundheitsämter und weitere Angebote wie das Bayerische Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung.

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