Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach hat zum Abschluss ihres Schweiz-Besuchs mehr internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Krankheiten und gesundheitliche Folgen des Klimawandels gefordert. Das teilte das Ministerium am Samstag mit.
Gerlach betonte nach einem Treffen mit dem Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, dass neue Infektionskrankheiten, die Folgen des Klimawandels oder die Versorgung von Patienten im Krisenfall nicht an Landesgrenzen haltmachen würden. Die WHO nehme eine zentrale Rolle ein, um im Ernstfall schnell gemeinsame Antworten zu finden.
Zudem engagierte sich die WHO stark im Bereich Prävention, etwa mit Initiativen zur Alkohol- und Rauchprävention oder zur Bewegungsförderung.
Die Ministerin zog insgesamt eine positive Bilanz ihres Informationsbesuchs in der Schweiz. Schwerpunkte waren unter anderem die Frauengesundheit, digitale Innovation und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Medizin. Gerlach besuchte unter anderem das KI-Zentrum der ETH Zürich und das Universitätsspital Bern. Bayern fördert bereits mehrere Projekte in diesen Bereichen, darunter den Fördercall „Frauengesundheit und KI“ mit rund neun Millionen Euro und das Projekt DigiMed Bayern mit bislang rund 27 Millionen Euro.
Gerlach fordert mehr globale Zusammenarbeit im Gesundheitswesen
über dts Nachrichtenagentur
02. Mai 2026 - 09:15 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland