Die FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg wirft dem grünen Spitzenkandidaten Cem Özdemir vor, sein Wort beim Thema Wildtiermanagement nicht gehalten zu haben. Das teilte der Fraktionsvorsitzende Hans-Ulrich Rülke am Mittwoch mit. Demnach hatte Özdemir beim Landesbauerntag 2025 zugesagt, dass Biber und Saatkrähe in das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz aufgenommen werden könnten, doch das grüne Umweltministerium blockierte im Dezember einen entsprechenden Vorstoß der CDU.
Rülke bezeichnete Özdemirs Verhalten als 'scheinheilig' und kritisierte eine 'grüne Natur- und Artenschutzromantik', die an der Realität vorbeigehe.
Die FDP unterstütze den CDU-Vorstoß und habe einen eigenen Gesetzentwurf eingebracht, um ein 'faktenbasiertes und effektives Wildtiermanagement ohne ideologische Verblendung' zu ermöglichen.
Der naturpolitische Sprecher der Fraktion, Klaus Hoher, begründete die Forderung mit massiven Schäden durch die Tiere. Biber überfluteten Felder und Wälder und gefährdeten Infrastruktur, während Saatkrähen Ernten zerstörten und ein Gesundheitsrisiko darstellten. Die derzeitige Praxis mit Einzelfallentscheidungen sei ineffektiv, bürokratisch und teuer. Ein angepasstes Jagdrecht ermögliche ein landesweit einheitliches und rechtssicheres Management.
FDP wirft Özdemir Wortbruch beim Umgang mit Biber und Saatkrähe vor
über dts Nachrichtenagentur
28. Januar 2026 - 14:30 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland