Die Deutsche Bahn hat einen wichtigen Schritt beim geplanten Fernbahntunnel unter der Frankfurter Innenstadt bekannt gegeben. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, wurde beim 6. Dialogforum eine optimierte Vorzugsvariante für den westlichen Streckenverlauf präsentiert. Die Variante „West A“ binde den Tunnel im Westen besser an das bestehende Schienennetz und die Abstellanlagen an als bisher geprüfte Alternativen.
Neben dem Trassenverlauf stand auch die Lage der neuen unterirdischen Station im Fokus.
Die Projektverantwortlichen haben sich für eine Stationslage nahe des Hauptbahnhofs entschieden, um möglichst kurze Umsteigezeiten zu den Regional- und Nahverkehrszügen zu ermöglichen. Eine neue Querpassage soll die unterirdische Station künftig mit dem Hauptbahnhof verbinden und die Wegebeziehungen für Reisende und Fußgänger verkürzen. Die Umsteigezeit in der westlichen Stationslage liege zwischen zwölf und 13 Minuten, wobei Laufbänder in der Längspassage bereits eingeplant seien.
Die DB begründet das Großprojekt mit steigenden Fahrgastzahlen. Prognosen zufolge werde die tägliche Zahl der Reisenden und Besucher am Hauptbahnhof bis 2040 um rund 35 Prozent auf etwa 600.000 Personen ansteigen. Rund ein Drittel der Reisenden werde voraussichtlich den neuen Tunnel als Start- oder Zielpunkt nutzen. Die endgültige Vorzugsvariante für das Gesamtprojekt soll nach Angaben der Bahn voraussichtlich im Frühjahr 2027 vorliegen. Das nächste Dialogforum ist für November 2026 geplant.
Deutsche Bahn legt Vorzugsvariante für Frankfurter Fernbahntunnel fest
über dts Nachrichtenagentur
27. April 2026 - 22:25 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland