Am Mittwoch hat der Dax leicht zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.040 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Start leicht im Minus drehte der Dax am Vormittag ins Plus, bevor er am Nachmittag wieder ins Minus rutschte und schließlich das Vortagesniveau leicht übertraf.
"Dem Dax fällt es weiter schwer, die Marke von 25.000 Punkten zu halten", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets.
"Immer wenn die Anleger darauf hoffen, dass der Weg jetzt frei sein und der deutsche Leitindex nachhaltig über die runde Marke springen könnte, ziehen aus einer Richtung dunkle Wolken auf."
Der kalte Regenschauer sei am Mittwoch in Form der ADP-Daten aus den USA gekommen. "Es wurden nur 98.000 neue Stellen geschaffen, was deutlich hinter den erwarteten 122.000 Stellen zurückblieb. Die Investoren gingen in den vergangenen Wochen davon aus, dass sich der positive Trend am Arbeitsmarkt beschleunigen würde, und wurden heute eines Besseren belehrt", erklärte der Analyst. "Die Wall Street verabschiedete sich daraufhin ins Minus und in diesem Fahrwasser musste dann auch der Dax in Frankfurt einen Teil seiner Tagesgewinne wieder abgeben."
Für die deutsche Wirtschaft gebe es einen Hoffnungsschimmer. "Die Stimmung in den Unternehmen stabilisiert sich, wenn auch auf niedrigem Niveau. Der Einkaufsmanagerindex lag im Juni bei 50,3 Punkten und damit zum einen in der erwarteten Expansionszone und zum anderen leicht über den erwarteten 50,1 Punkten", so Lipkow. "Und die Preise stiegen im Juni mit 2,8 Prozent weniger stark als die erwarteten drei Prozent und sorgen somit für einen etwas nachlassenden Inflationsdruck. Maßgeblich für diese positive Entwicklung waren die stark gefallenen Energiepreise."
Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Rheinmetall und SAP an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten die Infineon-Aktien.
Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im August kostete 43 Euro und damit ein Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis sank stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 71,29 US-Dollar, das waren 166 Cent oder 2,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1393 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8777 Euro zu haben.
Dax legt zu - Ölpreis sinkt stark
über dts Nachrichtenagentur
01. Juli 2026 - 17:50 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland