Bundeswehr plant Milliardeninvestitionen in Hamburg

Bundeswehr plant Milliardeninvestitionen in Hamburg - (Foto: Bundeswehr-Soldat mit G36 (Archiv))
Die Bundeswehr will in den kommenden Jahren massiv in ihre Standorte in Hamburg investieren. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervorgeht, sind für die Jahre 2026 bis 2029 Bauinvestitionen in Höhe von rund 721 Millionen Euro für die Liegenschaften der Bundeswehr in der Hansestadt vorgesehen. Das teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. Die Bundeswehr unterhält demnach derzeit zwölf Liegenschaften in Hamburg mit einer Gesamtfläche von rund 128 Hektar.
Alle diese Standorte werden aktiv genutzt. Darunter befinden sich unter anderem die Hanseatenkaserne, die Douaumont-Kaserne und das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg. Zudem soll in Hamburg ein regionales Musterungszentrum eingerichtet werden, wie das Ministerium bestätigte. Die geplanten Musterungskapazitäten sollen zusätzlich zu den bestehenden Liegenschaften geschaffen werden. Die Linke kritisierte die Investitionen scharf. Der friedenspolitische Sprecher der Hamburger Bürgerschaftsfraktion, David Stoop, erklärte, die Bundesregierung leite Investitionsmittel in Richtung Krieg und Aufrüstung. Er verwies auf gescheiterte soziale Projekte in der Stadt, die an fehlenden Millionenbeträgen gescheitert seien. Die außenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Cansu Özdemir, forderte, die Gelder stattdessen in Schulen, Pflege und Verkehrswege zu investieren.

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