Die bayerische Polizei hat im Juni bei landesweiten Schwerpunktkontrollen zur Sicherheit auf Landstraßen insgesamt 31.869 Verkehrsverstöße geahndet. Das teilte Innenminister Joachim Herrmann am Sonntag mit. Die Beamten stellten demnach 747 Strafanzeigen, 15.797 Anzeigen wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten und 15.325 Verwarnungen aus.
Den Großteil der Verstöße machten mit 25.910 Fällen Geschwindigkeitsüberschreitungen aus.
Den traurigen Rekord stellte laut Herrmann ein Motorradfahrer auf der B470 im Bereich des Polizeipräsidiums Mittelfranken auf: Er war bei erlaubten 70 km/h mit 170 km/h unterwegs. Daneben registrierte die Polizei 2.684 Fälle von Ablenkung am Steuer, 2.161 Verstöße wegen nicht angelegter Gurte oder ungesicherter Kindersitze sowie 274 Überholverstöße.
Herrmann betonte, dass überhöhte Geschwindigkeit, Ablenkung und riskante Fahrmanöver weiterhin die Hauptursachen für schwere Unfälle auf Landstraßen seien. Im Jahr 2025 hatten sich auf Bayerns Landstraßen 113.808 Verkehrsunfälle ereignet, bei denen 313 Menschen ums Leben kamen. Das entspricht rund 60 Prozent aller Verkehrstoten im Freistaat. Unfallursache Nummer eins war zu hohe oder nicht angepasste Geschwindigkeit, die für 85 der tödlichen Landstraßenunfälle verantwortlich war. Der Minister kündigte an, die Kontrolldichte auf den Landstraßen hochzuhalten und appellierte an alle Verkehrsteilnehmer, vorausschauend und rücksichtsvoll zu fahren.
Bilanz der Schwerpunktwochen zur Landstraßensicherheit in Bayern
über dts Nachrichtenagentur
05. Juli 2026 - 11:25 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland