Das Verteidigungsministerium hat offenbar einen Offizier wegen des Verdachts der Weitergabe von sensiblen Informationen über langfristig geplante Rüstungsprojekte suspendiert. Interne Ermittlungen hätten den Verdacht erhärtet, dass dieser eine als Verschlusssache eingestufte Liste mit über geplanten Beschaffungsvorhaben an unbefugte Dritte weitergereicht habe, berichtet der "Spiegel".
Der Schaden durch den mutmaßlichen Geheimnisverrat wurde demnach als so schwerwiegend eingeschätzt, dass das Ministerium durch eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft sogar einen Beschlagnahmebeschluss erwirkt haben soll, um auch das private Mobiltelefon und den privaten Computer des Offiziers nach möglichen Beweisen durchsuchen zu können. Der Soldat wurde mittlerweile suspendiert, verlor seine Sicherheitsfreigabe und muss die Entlassung fürchten, heißt es in dem Bericht.
Das Ministerium wollte sich auf Anfrage nicht zu den laufenden Ermittlungen äußern.
Bericht: Bundeswehr-Offizier wegen Geheimnisverrats suspendiert
über dts Nachrichtenagentur
26. März 2026 - 15:42 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland