Ausbildungsstellen in NRW gehen zurück - Bewerberzahl steigt

Ausbildungsstellen in NRW gehen zurück - Bewerberzahl steigt - (Foto: Frau und Mann am Computer)
Die Zahl der Ausbildungsstellen in Nordrhein-Westfalen ist im vierten Jahr in Folge gesunken, während gleichzeitig mehr junge Menschen eine Lehrstelle suchen. Das teilte die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mit. Bis Ende März hätten sich 80.841 Jugendliche bei den Arbeitsagenturen gemeldet, das seien 890 oder 1,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Dem stünden jedoch nur geschätzte 79.300 gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber, ein Minus von etwa 6.500 oder 7,6 Prozent. Roland Schüßler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion, führte den Rückgang auf die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage zurück.
Viele Unternehmen schöben die Entscheidung zur Ausbildung von Fachkräften auf, was langfristig die Fachkräfteknappheit verschärfe. Positiv bewertete er hingegen das weiterhin wachsende Interesse junger Menschen an einer dualen Berufsausbildung, trotz rückläufiger Schulabgängerzahlen. Als Brücke in die Ausbildung empfiehlt die Bundesagentur die sogenannte Einstiegsqualifikation, ein bis zu einjähriges Langzeitpraktikum, das auf eine anschließende Ausbildung angerechnet werden kann. Laut Schätzungen waren im März rund 51.100 betriebliche Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Dem standen 59.071 Bewerber gegenüber, die noch keinen Platz gefunden hatten.

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