Die aktuellen Zahlen zu Drogentoten in Nordrhein-Westfalen sind besorgniserregend. Im Jahr 2024 sind 441 Menschen an den Folgen von Drogenmissbrauch gestorben, was einem Anstieg von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies ist die zweithöchste Zahl seit dem Jahr 2000, teilte Rodion Bakum, Beauftragter für Sucht- und Drogenpolitik der SPD-Fraktion im Landtag NRW, mit.
Besonders alarmierend ist, dass 71 Prozent der Todesfälle auf seelische Belastungen und Verhaltensstörungen durch den Konsum psychotroper Substanzen zurückzuführen sind.
314 Menschen sind an diesen Ursachen gestorben, was einen dramatischen Anstieg von 16 Prozent darstellt. Bakum betont, dass hinter jedem dieser Fälle ein menschliches Schicksal steht und fordert, dass die Landesregierung angesichts dieser Entwicklung nicht länger abwarten darf.
Die steigende Zahl der Drogentoten zeigt, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen. Es bedarf mehr niedrigschwelliger Hilfsangebote, flächendeckender Prävention und einer besseren Versorgung suchtkranker Menschen. Bakum fordert zudem mehr Drogenkonsumräume und eine landesweite Bereitstellung von Naloxon-Notfall-Kits, um die Situation zu verbessern und die Gesellschaft als Ganzes zu schützen.
Anstieg der Drogentoten in Nordrhein-Westfalen alarmiert Politiker
über dts Nachrichtenagentur
22. Juni 2026 - 17:25 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland