Die Bundespolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Gegen 20:50 Uhr nahmen Reisende in einem RE5 zwei Lichtblitze und Hilferufe wahr. Daraufhin wurde die Notbremse gezogen, und der Zug kam kurz vor dem Bahnhof Köln Süd auf freier Strecke zum Stehen.
Der Triebfahrzeugführer entdeckte den Jugendlichen mit schwersten Verbrennungen zwischen zwei Wageneinheiten und leitete umgehend die Rettungsmaßnahmen ein. Nachdem die Oberleitung abgeschaltet und die Erdung erfolgt war, versorgten die Rettungskräfte den 14-Jährigen notfallmedizinisch und brachten ihn ins Krankenhaus nach Merheim.
Dort befindet er sich weiterhin in intensivmedizinischer Betreuung. Zum Unfallzeitpunkt befanden sich rund 600 Reisende im Zug. Drei von ihnen klagten über gesundheitliche Beeinträchtigungen und wurden vor Ort durch Rettungskräfte behandelt.
Anschließend wurde der Zug bis zum Bahnhof Köln Süd gebracht. Dort konnten die Reisenden in einen Ersatzzug umsteigen.
Die Bahnstrecke war infolge des Unfalls rund drei Stunden gesperrt. Bei insgesamt 38 Zügen summierten sich die Verspätungen auf 2.775 Minuten. Die Ursache des Unfalls ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Bundespolizei.