Die Bundestagsfraktion bringt Bündnis 90/Die Grünen hat am Donnerstag erneut eine Anhebung der BAföG-Sätze im Bundestag zur Abstimmung ein. Mit einem weiteren Antrag fordern die Abgeordneten eine Stärkung des BAföG, die Ausweitung der Studienstarthilfe und eine gezielte Entlastung junger Menschen in Ausbildung. Das hat die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Andrea Lübcke mitgeteilt.
„Das BAföG darf nicht im Koalitionsgeschacher zwischen Union und SPD stecken bleiben.
Studierende und Auszubildende brauchen jetzt Verlässlichkeit, höhere Bedarfssätze und eine Wohnkostenförderung, die zur Realität passt“, begründete Lübcke den Vorstoß. Sie verwies auf die hohen Mietkosten in Brandenburg: „Wenn für die Wohnkostenpauschale im BAföG 380 Euro vorgesehen sind, das WG-Zimmer in Potsdam aber 500 bis 600 Euro kostet, dann passt hier was nicht.“ Eine ernst gemeinte Reform sei eine Investition in den Wirtschaftsstandort und das Aufstiegsversprechen durch gute Bildung.
Der Antrag sieht unter anderem vor, die Grundbedarfssätze und Freibeträge noch in diesem Jahr deutlich anzuheben, die Wohnkostenförderung an regionale Mietniveaus anzupassen und das BAföG künftig automatisch zu dynamisieren. Zudem soll die Studienstarthilfe ausgeweitet und eine Azubistarthilfe für bedürftige Auszubildende eingeführt werden. In einem weiteren Antrag fordert die Fraktion eine nationale Bildungsoffensive mit mehr Investitionen in Kitas und Schulen, besserer Sprachförderung und gezielter Unterstützung für Einrichtungen in sozial benachteiligten Lagen.
Grüne fordern im Bundestag höhere BAföG-Sätze und bessere Bildungschancen
über dts Nachrichtenagentur
11. Juni 2026 - 11:05 Uhr
Von Sandra Will - Brandenburg