Brandenburger Grüne fordern mehr Personal für Ganztagsbetreuung

Brandenburger Grüne fordern mehr Personal für Ganztagsbetreuung - (Foto: Spielendes Kind (Archiv))
Die Brandenburger Grünen haben die Landesregierung aufgefordert, den neuen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung nicht als reines Betreuungsversprechen zu verstehen. Das teilte der Landesverband in Potsdam mit. Seit dem 1. August gilt der bundesweite Anspruch für Kinder der ersten Klassenstufe. Der Landesverband dankte den Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften für die Vorbereitung des Starts.
Gleichzeitig mahnte die Landesvorsitzende Juliana Meyer, viele Grundschulen litten bereits unter Lehrkräftemangel und hoher Arbeitsbelastung. Das Land dürfe sie mit den zusätzlichen Aufgaben nicht alleinlassen. Der Anspruch umfasst acht Stunden täglich an fünf Tagen pro Woche und gilt auch in den Schulferien. In Brandenburg bestehen bereits Betreuungsansprüche nach Landesrecht, die nun für eine bessere Qualität der ganztägigen Bildung genutzt werden sollten. Meyer betonte, Ganztag dürfe nicht als verlängerte Beaufsichtigung verstanden werden. Gute Angebote könnten die Startchancen von Kindern verbessern und Eltern, insbesondere Alleinerziehende und Berufspendler, entlasten. Für die Umsetzung seien Kooperationen zwischen Schulen, Schulämtern und freien Trägern nötig. Auch die Schülerbeförderung im ländlichen Raum müsse verlässlich gesichert sein. An einigen Standorten hatten vor den Sommerferien noch offene Fragen zu Abläufen und Zuständigkeiten für Verunsicherung gesorgt. Die Landesregierung müsse Kommunen und Einrichtungen dauerhaft unterstützen, damit aus dem Rechtsanspruch ein spürbarer Bildungsgewinn werde.

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