Berlinale: Sepideh Farsi- «Es obliegt uns, die Stimme zu erheben»

Foto von Monika Skolimowska/dpa

Die Regisseurin Sepideh Farsi hat die Bedeutung iranischer Filmemacher im Exil hervorgehoben. «Es obliegt uns, die Stimme zu erheben für die Revolte und die Revolution im Iran, solange wir das noch können. Und zwar mit unseren Filmen oder auch mit unseren Worten und unseren Gesten», sagte sie am Freitag auf einer Pressekonferenz zu ihrem auf der Berlinale vertretenen Animationsfilm «La Sirène». Die Produktion setzt sich mit dem Irak-Iran-Krieg auseinander und spielt im Jahr 1980.

Die Berlinale will auch an die Lage der Menschen im Iran erinnern. Farsi sprach eine Solidaritätsdemonstration mit dem Land auf dem roten Teppich an, die für Samstag am Berlinale Palast geplant ist. Schon vor der Eröffnung hielten mehrere Frauen am Donnerstagabend auf dem roten Teppich ein weißes Banner hoch, auf dem etwa der Spruch «Woman Life Freedom» stand. Auf der Bühne machte Schauspielerin und Jury-Mitglied Golshifteh Farahani auf die Situation in ihrem Land aufmerksam und sagte: «Dieses Regime wird fallen.»

Die 1965 in Teheran geborene Farsi sagte am Freitag, keiner ihrer Filme habe bisher im Iran gezeigt werden können. Vielen Kolleginnen und Kollegen gehe es ähnlich. In ihrem Heimatland gebe es «Propagandakino». Deswegen sei es wichtig, dass sie auf internationalen Festivals vertreten seien. «Wir versuchen uns zu formieren und wir versuchen jetzt zusammenzukommen und wir schreien es heraus, dass es eine Zensur im Iran gibt.»




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