Die SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat dem Senat vorgeworfen, die Verantwortung für die Notlage des Maxim-Gorki-Theaters zu tragen. Hintergrund ist die Kündigung des Mietvertrags für die Theaterwerkstätten des Hauses durch die Stiftung Oper über den ihr angegliederten Bühnenservice. Dies teilte die Fraktion am Montag mit.
Nach Angaben der kulturpolitischen Sprecherin Melanie Kühnemann-Grunow entziehe die Opernstiftung dem Maxim-Gorki-Theater damit die Arbeitsgrundlage.
Die Produktionen für die neue Spielzeit würden bereits erarbeitet, neue Werkstattflächen zu finden sei aussichtslos. Der Senat habe seiner Schutz- und Steuerungspflicht nachzukommen und dürfe nicht zulassen, dass ein Haus ein anderes Haus ruiniere.
Der arbeitspolitische Sprecher Sven Meyer betonte, dass 240 Arbeitsplätze auf dem Spiel stünden. Es sei nicht akzeptabel, dass Menschen um ihre Zukunft bangen müssten, obwohl die Haushaltsmittel für das Theater vorhanden seien. Die Fraktion bekräftigte zudem die Entscheidung des früheren Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit von 2010, wonach eine kostengünstige Werkstattnutzung den Kriterien der Wirtschaftlichkeit und Effizienz entspreche.
SPD wirft Senat Versagen bei Kündigung von Gorki-Werkstätten vor
über dts Nachrichtenagentur
01. Juni 2026 - 18:50 Uhr
Von Sophie Neumann - Berlin