Der 53-jährige Tatverdächtige hat sich später auf einer Polizeidienststelle gestellt. Gegen ihn ist auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin am 6. Oktober vom Amtsgericht Tiergarten ein Haftbefehl erlassen und in Vollzug gesetzt worden.
Die 1. Mordkommission des Landeskriminalamts ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin und bittet bei der Rekonstruktion des Falls um Mithilfe. Nach den bisherigen Erkenntnissen sind Polizei und Feuerwehr gegen 11:30 Uhr zu einem Gewerbegelände an der Herzbergstraße alarmiert worden. Dort soll der 53 Jahre alte Mann mit einem messerähnlichen Gegenstand einen 40-jährigen Mann angegriffen und erheblich verletzt haben.
Anschließend ist der Tatverdächtige in ein weiteres Gebäude auf dem Gelände geflüchtet, das von Einsatzkräften umstellt worden ist. Rettungskräfte haben den Verletzten stabilisiert und ihn unter notärztlicher Begleitung in ein Krankenhaus gebracht, wo er sogleich notoperiert worden ist.
Für die Durchsuchung des Gebäudes sind weitere Einsatzkräfte einer Einsatzhundertschaft und Kräfte des Spezialeinsatzkommandos angefordert worden, die gemeinsam die Halle nach dem Tatverdächtigen durchsucht haben. Die Einsatzkräfte der Polizeidienststelle haben ihn nach erfolgter Identitätsfeststellung festgenommen und in einen Polizeigewahrsam gebracht, wo er dem Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost) übergeben worden ist.
Dem derzeitigen Erkenntnisstand zufolge soll sich der 40 Jahre alte Verletzte nicht mehr in Lebensgefahr befinden. Die Hintergründe der Tat sind bislang unbekannt; die Ermittlungen dauern an. Die Ermittler fragen: Wer kann Angaben zur Tat oder zu beteiligten Personen machen? Wer hat den flüchtenden Tatverdächtigen beobachtet? Wer besitzt Foto- oder Videoaufnahmen aus diesem Zeitraum am und um den Tatort? Wer kann sonst sachdienliche Hinweise zur Tat oder zum Tatverdächtigen geben? Hinweise, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nimmt die 1. Mordkommission des Landeskriminalamts in der Keithstraße 30 in Berlin-Tiergarten oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Außerhalb der Dienstzeiten kann man den Anrufbeantworter unter der genannten Nummer nutzen oder die Internetwache verwenden.