Polizei stoppt umstrittene Kinderszene bei Aschura-Marsch in Berlin

Polizei stoppt umstrittene Kinderszene bei Aschura-Marsch in Berlin - (Foto: Polizei (Archiv))
Die Berliner Polizei hat einen Aufzug aus Anlass des schiitischen Trauertags Aschura in der Hauptstadt begleitet. Wie die Behörde am Sonntag mitteilte, beteiligten sich an dem „Aschura-Marsch“ in der Spitze rund 600 Menschen. Die Versammlung begann am Samstagnachmittag gegen 15.45 Uhr am Berliner Dom und führte über Unter den Linden zum Gendarmenmarkt. Während des Aufzugs griffen die Einsatzkräfte ein, nachdem sie eine szenische Darstellung mehrerer mit Bändern zusammengebundener Kinder bemerkt hatten.
Die Darstellung der historischen Verschleppung von Frauen und Kindern wurde vom Polizeiführer in einem Kooperationsgespräch mit der Versammlungsleitung untersagt. Die Versammlungsleiterin beendete daraufhin die Aufführung. Die Kinder verließen den Aufzug eigenen Angaben zufolge aufgrund der Hitze nach wenigen Metern. Aufgrund der hohen Temperaturen mussten mehrere Teilnehmer wegen Kreislaufbeschwerden medizinisch versorgt werden. Die Versammlungsleiterin verzichtete zudem auf geplante Zwischenkundgebungen, der Aufzug wurde zeitweise unterbrochen, um die Versorgung mit Trinkwasser im Schatten zu ermöglichen. Die Abschlusskundgebung begann gegen 17.30 Uhr ohne Störungen. Nach Polizeiangaben wurden keine strafbaren Inhalte festgestellt, die Versammlung verlief insgesamt friedlich und endete gegen 20.30 Uhr.

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