Im März 2026 führte das Team des World Cleanup Instituts (WCUI) am Berlin College of Business and Technology (BCBT) im SchutzengelHaus Berlin-Steglitz ein zentrales Interview im Rahmen des Entwicklungsprojekts „Kiez Connection – Soziale Innovation und Teilhabe junger Menschen im urbanen Raum“ durch. Das Gespräch war Teil der laufenden Forschungs- und Konzeptarbeit zur Entwicklung einer Modellregion im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, die neue sozialräumliche Beteiligungswege für Jugendliche erprobt.
Das Projekt wird primär im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg umgesetzt, umfasst jedoch auch vergleichende Studien in weiteren Berliner Kiezen, um unterschiedliche Perspektiven, Lebenslagen und Teilhabeerfahrungen von Jugendlichen im Alter von 16 bis 19 Jahren mit sozial benachteiligtem Hintergrund systematisch zu erfassen und miteinander in Beziehung zu setzen. Im Zentrum von Kiez Connection steht der Ansatz der sozialen Innovation. Ziel ist es, neue Wege zu entwickeln, wie Jugendliche in ihrer Nachbarschaft aktiv mitgestalten, Verantwortung übernehmen und demokratische Handlungskompetenz praktisch erleben können. „Soziale Innovation heißt für uns, gemeinsam mit jungen Menschen und Sozialakteur*innen neue Denk- und Handlungsräume zu schaffen“, betont Hon.-Prof. Holger Holland, wissenschaftlicher Leiter des Projekts Kiez Connection am World Cleanup Institute.
„Wir wollen verstehen, was Jugendliche wirklich bewegt – und wie Vertrauen, Teilhabe und Wirksamkeit sich gegenseitig stärken können.“ Prof. Dr. Anabel Ternes von Hattburg, Honoured President des Berlin College of Business and Technology, ergänzt: „Kiez Connection zeigt, dass nachhaltige Teilhabe immer aus der Erfahrung von Selbstwirksamkeit entsteht – und genau diese Räume wollen wir gestalten.“ Die operative Umsetzung und sozialräumliche Entwicklung des Projekts erfolgt durch YSI – Young Social Innovation, die als Projektträgerin die partizipative Praxisarbeit im Modellraum Friedrichshain-Kreuzberg verantwortet.
„Wir erleben täglich, wie groß das Potenzial junger Menschen ist, wenn sie ernst genommen und aktiv einbezogen werden“, sagt Yvonne Martini, Geschäftsführerin von YSI – Young Social Innovation. „Kiez Connection verbindet Forschung, soziale Praxis und lokale Netzwerke. Gemeinsam schaffen wir Räume, in denen junge Menschen ihre Ideen konkret einbringen und wirksame Veränderungen anstoßen können.“ Mitmachen erwünscht – Jetzt an der Umfrage teilnehmen! Ein zentraler Bestandteil von Kiez Connection ist die aktuell laufende Online-Umfrage, die das Herzstück der wissenschaftlichen Begleitung bildet. Sie soll zeigen, wie junge Menschen soziale Teilhabe in ihrem Alltag erleben – und welche Barrieren, Motivationen und Erfahrungen dabei eine Rolle spielen.
Die Initiatorinnen rufen dazu auf, möglichst zahlreich teilzunehmen – ob Jugendliche selbst, Fachkräfte aus Bildung und Sozialarbeit oder engagierte Nachbar*innen: Jede einzelne Stimme hilft, soziale Innovation im Kiez besser zu verstehen und nachhaltig zu fördern. Daniela Schwerdt, Mediateam Kiez Connection, betont: „Diese Umfrage ist keine theoretische Übung – sie lebt davon, dass sich möglichst viele Menschen beteiligen. Jede Stimme erzählt eine reale Geschichte, und genau diese Vielfalt brauchen wir, um die Zukunft unseres Kiezes gemeinsam zu gestalten.“ Hier geht’s zur Umfrage: ? Kiez Connection – Was bewegt dich in deinem Kiez? Weitere Interviews in Berliner Einrichtungen geplant Nach dem Auftakt im SchutzengelWerk werden in den kommenden Wochen weitere Interviews in Einrichtungen, die mit Jugendlichen arbeiten, durchgeführt. So entstehen konkrete Innovationsimpulse aus der Praxis, die in Handlungsempfehlungen und das Modellkonzept zurückfließen sollen. SchutzengelWerk – Chancen schützen, Perspektiven öffnen
Das SchutzengelWerk Berlin begleitet Kinder, Jugendliche und Familien mit Bildungs-, Freizeit- und Unterstützungsangeboten. Ziel ist es, Benachteiligung abzubauen und jungen Menschen echte Entwicklungschancen zu eröffnen. „Unsere Arbeit lebt von Begegnung, Vertrauen und praktischer Hilfe – Werte, die Projekte wie Kiez Connection aufgreifen und weiterentwickeln“, erklärt Bianca Sommerfeld, Geschäftsführerin des SchutzengelWerks. „Unser Leitgedanke ‚Soziale Verantwortung – aktive Hilfe!‘ beschreibt genau das, was uns antreibt: Wir übernehmen Verantwortung, handeln konkret – und schaffen Perspektiven für junge Menschen, die Unterstützung brauchen.“ Wer die Arbeit des SchutzengelWerks unterstützen möchte, kann dies durch Spenden oder ehrenamtliches Engagement tun?
Das Entwicklungsprojekt Kiez Connection wird durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Berlin im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit (BBWA) gefördert. Kontakt für Rückfragen: World Cleanup Institute for Sustainability & Impact am Berlin College of Business and Technology (BCBT)