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Kälte-Nächte: BVG will Bahnhöfe nicht als Bleibe öffnen

Kälte-Nächte: BVG will Bahnhöfe nicht als Bleibe öffnen. Archivbild von Paul Zinken/dpa

Trotz angekündigten Minustemperaturen wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) aktuell ihre Bahnhöfe nicht als Bleibe für Obdachlose öffnen. «Aus Sicherheitsgründen können wir keine Bahnhöfe als Bleibe über Nacht zur Verfügung stellen», sagte eine BVG-Sprecherin. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass die Sicherheit in sogenannten «Kältebahnhöfen» nicht verlässlich gewährleistet werden könne. 

Die Mitarbeiter vor Ort seien aber angewiesen – «insbesondere in Phasen extremer Kälte – selbstverständlich mit besonderer Sensibilität und Augenmaß» zu handeln, führte die Sprecherin aus. Niemand werde achtlos aus einem Bahnhof verwiesen. «Unser Sicherheitspersonal ist gezielt für die Ansprache wohnungsloser Menschen geschult und bewertet die Situationen stets individuell und verantwortungsvoll.»

Die Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp kritisierte die Entscheidung der BVG. «Niemand in unserer Stadt darf der eisigen Kälte überlassen werden», sagte sie. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und sein Senat müssten jetzt sofort bei der BVG erreichen, dass die Bahnhöfe in der aktuellen Notsituation geöffnet werden. «Alle stehen in der Verantwortung Kältetote zu verhindern.» Die extreme Kälte in Berlin ist für Obdachlose besonders bedrohlich, da es nicht immer genug Notunterkünfte gibt. In den kommenden Nächten sind teilweise deutliche Minusgrade vom Deutschen Wetterdienst angekündigt worden.

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