Der Wechsel der Berliner Staatssekretärin Martina Klement in die brandenburgische Landesregierung ist nach Ansicht der Grünen-Fraktion ein Zeichen für das Scheitern der Berliner Verwaltungsreform. Das teilte der Fraktionsvorsitzende Werner Graf am Samstag mit. Er erklärte, mit Klement verliere Regierungschef Kai Wegner sein fähigstes Regierungsmitglied. Graf sagte, die Verwaltungsreform sei in den vergangenen Wochen an internen Querelen zwischen Wegner und der SPD ins Stocken geraten.
Nun falle auch die Architektin dieser Reform weg. Wegners Reform scheitere auf den letzten Metern, weil ihm die politische Ausdauer und Kraft fehlten, den Konflikt mit der SPD um die Zuordnung einer Behörde zu lösen. Die Grünen hätten konstruktiv an dem Prozess mitgearbeitet und seien enttäuscht, dass es kurz vor dem Ziel zum Stillstand komme, so Graf. Der Wechsel Klements verdeutliche, dass die Reform steckengeblieben sei. Zudem zeige er, dass selbst in der CDU alle überzeugt seien, dass Wegners Zeit im Roten Rathaus bald zu Ende sei.