Grüne fordern besseren Schutz für Gewaltschutz-Beschäftigte

Grüne fordern besseren Schutz für Gewaltschutz-Beschäftigte - (Foto: Abgeordnete der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus (Archiv))
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus hat einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt, um die Sicherheit von Beschäftigten in Frauenhäusern und Beratungsstellen zu erhöhen. Wie die Fraktion am Freitag mitteilte, geraten die Fachkräfte durch Bedrohungen von Tätern sowie durch antifeministische Angriffe zunehmend selbst ins Visier. Der Plan sieht unter anderem anonymisierte Dienstausweise, verbesserte IT-Sicherheit und einheitliche bauliche Sicherheitsstandards vor. Fraktionsvorsitzender Werner Graf erklärte, man müsse diejenigen schützen, die Schutz bieten.
Ein blinder Fleck der bisherigen Anti-Gewalt-Arbeit sei der Schutz derjenigen, die tagtäglich Hilfe leisten. Auch Sozialarbeiter, Berater und alle Fachkräfte, die mit von Gewalt betroffenen Menschen arbeiten, bräuchten dringend wirksame Schutzkonzepte. Kontakte zwischen Tätern und Beschäftigten müssten konsequent verhindert werden, da die Täter auch für die schutzgebenden Fachkräfte ein erhebliches Risiko darstellten. Die frauenpolitische Sprecherin Bahar Haghanipour betonte, Mitarbeiterinnen berichteten seit Langem von massiven Schutzlücken. Dazu gehörten öffentlich zugängliche Büros, notierte Kfz-Kennzeichen durch Täter oder die Pflicht, sich bei Behörden mit dem Klarnamen auszuweisen. Der Senat müsse die Sicherheit der Beschäftigten durch die Einführung anonymisierter Dienstausweise, bundesgeförderte bauliche Sicherheitsstandards in Frauenhäusern und spezialisierte Teams gegen digitale Gewalt und Stalking nachhaltig erhöhen.

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