Zum Tag der Arbeit am 1. Mai haben die Berliner Grünen mit einer Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit auf den wachsenden Gegensatz zwischen Konzerngewinnen und den Lebenshaltungskosten der Beschäftigten hingewiesen. Das hat der Landesverband am Mittwoch mitgeteilt. Die Preise stiegen, während die Gewinne großer Konzerne weiter wüchsen, viele Beschäftigte wüssten nicht mehr, wie sie Miete und Alltag bezahlen sollten.
Der Kandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters, Werner Graf, und Co-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch betonten in einer gemeinsamen Erklärung, dass gute Arbeit, faire Löhne und soziale Sicherheit keine Luxusgüter seien, sondern die Voraussetzung für eine gerechte Zukunft.
Die Partei setze sich für mehr Tarifbindung, faire Löhne und verlässliche Arbeitszeiten ein. Zudem solle leerstehende Büroflächen in bezahlbaren Wohnraum umgewandelt werden, den insbesondere Auszubildende und Studierende dringend benötigten.
Die Grünen kritisieren die schwarz-rote Landesregierung, die nicht tatenlos zusehen dürfe, wie sich soziale Ungleichheit immer weiter verschärfe. Stattdessen brauche es ein gerechtes Steuersystem, das kleine Einkommen entlaste und große Vermögen stärker in die Verantwortung nehme. Der Landesverband rief zur Teilnahme an den Kundgebungen der DGB-Gewerkschaften unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite" auf.
Grüne fordern Jobsicherheit vor Profitgier zum 1. Mai
über dts Nachrichtenagentur
29. April 2026 - 12:15 Uhr
Von Sophie Neumann - Berlin