Die Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat sich hinter die Beschäftigten des Chemiekonzerns BASF gestellt und ein klares Bekenntnis zum Standort Berlin gefordert. Das teilten die Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch und die industriepolitische Sprecherin Tuba Bozkurt anlässlich einer Betriebsratsversammlung und einer Kundgebung der IG BCE am Freitag mit.
Jarasch kritisierte den geplanten Personalabbau als "riesigen Vertrauensbruch" gegenüber der Belegschaft, die für den Standorterhalt in der Vergangenheit Lohnzurückhaltung geübt habe. Sie forderte den Regierenden Bürgermeister auf, umgehend bei der BASF-Konzernzentrale vorstellig zu werden, um auf den Erhalt der Unternehmenseinheiten in Berlin zu drängen.
Der Verlust von Arbeitsplätzen bedeute für die Stadt mit ihrer geringen industriellen Produktion auch einen Verlust an wirtschaftlicher Substanz.
Bozkurt betonte, der Prozess sei noch nicht abgeschlossen und alle Spielräume müssten geprüft werden, von Gesprächen mit der Konzernleitung bis zur Überprüfung von Standortzusagen. Sie kritisierte, der Senat sei erst nach der öffentlichen Bekanntgabe der Pläne informiert worden. Dies zeige den Bedarf an verbindlicheren Frühwarn- und Dialogstrukturen mit internationalen Konzernen, da gute Industriearbeitsplätze politische Führung benötigten.
Grüne fordern Bekenntnis zum BASF-Standort Berlin
über dts Nachrichtenagentur
27. Februar 2026 - 11:10 Uhr
Von Sophie Neumann - Berlin