Ein Wissenschaftsteam der Humboldt-Universität zu Berlin hat im Freiland getestet, ob hygienisierter Kompost aus menschlichen Fäkalien sicher als Dünger eingesetzt werden kann. Die Forscher teilten mit, dass die Ergebnisse darauf hindeuten, dass bei der Ausbringung auf grobkörnigen sandigen Böden keine Gefahr durch Krankheitserreger für Mensch und Umwelt entsteht.
Bisher dürfen menschliche Ausscheidungen in Deutschland laut Düngemittelverordnung nur zu Forschungszwecken genutzt werden, da bei unzureichender Hygienisierung die Anreicherung von Krankheitserregern befürchtet wird. Die Studie unter Leitung von Timo Kautz und Roland Hoffman-Bahnsen untersuchte über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren die Konzentration von Indikatorbakterien wie Escherichia coli im Boden.
Verantwortlicher Wissenschaftler Jan-Ole Boness erklärte, der gut behandelte Kompost habe sich als sicherer Dünger erwiesen.
Für kommende Studien sei zu untersuchen, wie sich eine wiederholte Düngung über viele Jahre auf unterschiedlichen Bodenarten auswirkt. Das Ziel sei, eine wissenschaftliche Basis für die Modernisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.
Forschung zu Dünger aus menschlichen Ausscheidungen zeigt positive Ergebnisse
über dts Nachrichtenagentur
29. Januar 2026 - 10:20 Uhr
Von Sophie Neumann