Der Berliner FDP-Landesvorsitzende Christoph Meyer hat die Landesregierung aufgefordert, die Bewerbung für die Weltausstellung 2035 nun entschlossen und allein voranzutreiben. Dies teilte Meyer am Donnerstag mit. Hintergrund ist, dass die neue brandenburgische Koalition kein klares Bekenntnis zu einer gemeinsamen Expo-Bewerbung mit Berlin in ihren Vertrag aufgenommen hat. Meyer kritisierte das "politische Hin und Her" der letzten Monate in Berlin. Zunächst habe Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) eine Bewerbung abgelehnt, dann sei eine "halbherzige Kehrtwende" mit dem Vorschlag gefolgt, die Ausstellung nach Schönefeld zu verlagern.
Dieses "Zickzack" habe wertvolle Zeit gekostet, während sich andere Städte wie Miami bereits positionierten. Der FDP-Politiker warnte, das Zeitfenster für eine erfolgreiche Bewerbung schließe sich. Der Berliner Senat müsse unverzüglich die Vorbereitungen in die Wege leiten. Weitere Monate der Unentschlossenheit könne sich die Stadt nicht leisten. Eine Weltausstellung gehöre in das Herz der Metropole, wo Innovation, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft zusammenkämen.