Berliner-Schülerin vergewaltigt? Neuköllner Jugendclub geschlossen

Berliner-Schülerin vergewaltigt? Neuköllner Jugendclub geschlossen. Archivbild von Jens Kalaene/dpa

Ein Jugendzentrum in Berlin-Neukölln bleibt wegen Vergewaltigungsvorwürfen zunächst geschlossen. Das teilte die zuständige Stadträtin Sarah Nagel (Linke) mit. Zugleich wies sie Vorwürfe zurück, es habe Versuche gegeben, eine mutmaßliche Vergewaltigung und Übergriffe zu vertuschen.  Der Jugendclub ist bereits seit Freitag geschlossen, wie ein Sprecher des Bezirksamtes Neukölln mitteilte. Laut Jugendstadträtin Nagel werden derzeit Schutzkonzepte der Einrichtungen ebenso überprüft wie interne Strukturen und Abläufe. Es werde ein Konzept für Schulungen zur Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erstellt, so die Linke-Politikerin. 

«Mir ist es ein persönliches Anliegen, die Vorfälle sexualisierter Gewalt und den Umgang damit sowohl transparent aufzuarbeiten als auch Konsequenzen daraus zu ziehen», teilte sie mit. Aus ihrer Sicht sind noch zahlreiche Fragen zu klären – etwa, ob die Rahmenbedingungen zum Kinderschutz im Club ausreichend waren. Seit Bekanntwerden der Vorwürfe seien zahlreiche Unterlagen gesichtet und Gespräche mit Beschäftigten des Jugendamtes geführt worden. 

Polizei erst spät eingeschaltet 

In dem Jugendzentrum soll eine 16-Jährige von Jugendlichen Ende 2025 vergewaltigt und später bedrängt worden sein – die Polizei erfuhr davon erst am 23. Januar durch die Anzeige des Vaters. Weder die Einrichtung noch später das zuständige Jugendamt des Bezirks Neukölln erstatten zunächst Anzeige. Inzwischen ermitteln Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft Berlin zu dem Vorfall. 


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