Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport hat den ersten 'Islamismus-Monitor' für die Hauptstadt veröffentlicht. Damit setzt der Senat ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag von CDU und SPD um, wie die Verwaltung mitteilte. Der Bericht bildet die zentralen Entwicklungen im Bereich des islamistischen Extremismus und Terrorismus in den Jahren 2024 und 2025 ab.
Der Monitor offenbart eine nach wie vor abstrakt hohe Gefährdungslage.
Islamismus präsentiere sich zunehmend digital und jugendaffin und übe eine besondere Anziehungskraft auf junge Menschen aus. Terrororganisationen nutzten das Internet zur Verbreitung jihadistischer Inhalte und zur Rekrutierung. Die Propaganda greife gezielt aktuelle Ereignisse wie die Eskalation des Nahostkonflikts auf. Zudem stellten psychisch auffällige Einzeltäter sowie haftentlassene oder zurückkehrende Jihadisten eine besondere Herausforderung dar.
Die Sicherheitsbehörden reagierten mit einer ständigen Anpassung ihrer Instrumente und Strategien, sowohl präventiv als auch repressiv. Aktuelle Strafverfahren zeigten die Wachsamkeit der Behörden. Mit vereins- und aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen werde gegen Strukturen vorgegangen. Präventive Ansätze wie Deradikalisierung sollen eine Abkehr vom Extremismus ermöglichen.
Berlin veröffentlicht ersten Islamismus-Monitor
über dts Nachrichtenagentur
13. April 2026 - 13:25 Uhr
Von Sophie Neumann - Berlin