Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen drei Brüder im Alter von 32, 25 und 23 Jahren erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, im Januar einen 44-jährigen Mann in Berlin-Weißensee getötet zu haben. Das teilte der zweite Pressesprecher der Behörde, Staatsanwalt Petzold, am Mittwoch mit.
Dem 32- und dem 25-jährigen Angeschuldigten legt die Staatsanwaltschaft gemeinschaftlichen heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen zur Last.
Sie sollen den 44-Jährigen am 31. Januar gegen 6 Uhr vor seinem Wohnhaus in der Gustav-Adolf-Straße abgepasst haben, als dieser in einen Transporter stieg. Die Brüder sollen mit einem Auto herangefahren und mit Schusswaffen aus den Seitenfenstern das Feuer auf das Opfer eröffnet haben, das keinen Angriff erwartete und noch am Tatort seinen Verletzungen erlag.
Die Tat soll eine Vergeltung für die Tötung ihres 31-jährigen Cousins gewesen sein, der im Juli 2025 vor einem Café in Berlin-Wedding erstochen worden war. Nach der Flucht sollen die beiden älteren Brüder versucht haben, das Fluchtfahrzeug anzuzünden, was zunächst misslang. Am Folgetag sollen der 32-Jährige und der 23-Jährige das Auto erneut angezündet haben, sodass es vollständig ausbrannte. Die drei Brüder wurden zwischen Februar und April festgenommen und befinden sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu dem getöteten Cousin dauern an.
Anklage nach tödlichen Schüssen in Berlin-Weißensee erhoben
über dts Nachrichtenagentur
15. Juli 2026 - 16:00 Uhr
Von Sophie Neumann - Berlin