Berlin: Clubbetreibern fehlt Bewusstsein für Nichtraucherschutz

Berlin: Clubbetreibern fehlt Bewusstsein für Nichtraucherschutz. Foto von Sebastian Gollnow/dpa

Rauchen im Club ist weitestgehend verboten - und trotzdem wird es immer wieder gemacht. Die Verwaltung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg - wo viele namhafte Clubs der Stadt verortet sind - hat Clubbetreibern ein oft fehlendes Verantwortungsbewusstsein attestiert, Besucherinnen und Besucher aufs Einhalten der Regeln aufmerksam zu machen. Das sagte ein Sprecher auf Anfrage. Es seien lediglich «Ansätze zu Verbesserungen» erkennbar.

Deswegen wird weiter kontrolliert

Außer an ausgeschilderten Stellen ist Rauchen in Innenräumen verboten, heißt es im Nichtraucherschutzgesetz - und das schon lange. Der Bezirksverwaltung Friedrichshain-Kreuzberg zufolge habe sich die Beschilderung in rauchfreien Zonen sowie die bauliche Abtrennung von Raucherräumen verbessert.

Auch in diesem Jahr wird weiter in Clubs auf unerlaubtes Rauchen kontrolliert. An der Art und Weise der Kontrollen - die durch das Ordnungsamt durchgeführt werden - ändere sich zumindest in Friedrichshain-Kreuzberg nichts, wie es hieß. Auch das Bezirksamt Mitte teilte mit, dass eine «Intensivierung» der Kontrollen nicht geplant sei.

Clubcommission arbeitet an besserem Nichtraucherschutz

Die Clubcommission, die die Interessen der Berliner Clubszene vertritt, wies darauf hin, dass an einem besseren Nichtraucherschutz gearbeitet werde. «Es ist eine Gratwanderung, Gäste zum einen nicht das Gefühl zu geben, sie seien in einem Überwachungsraum, zum anderen aber dennoch auf das Rauchverbot hinzuweisen, wenn es nicht eingehalten wird», sagte ein Mitglied im Vorstand auf Anfrage. Seiner Ansicht nach fehlten häufig gute Beschilderungen. Immerhin: Seit der Pandemie sei etwa die Belüftung in vielen Clubs besser.


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