«Ab ins B!»: Es muss nicht immer Mitte sein

Passanten gehen durch die Spandauer Altstadt. Foto von Britta Pedersen/dpa

Berlinbesucher sollen in den kommenden zwei Wochen in die Bezirke außerhalb des S-Bahnrings gelockt werden. «Ab ins B!» heißt die Aktion vom 30. März bis zum 14. April, an der sich zehn der zwölf Berliner Bezirke beteiligen. Auf dem Programm, das sich auch an Abwechslung suchende Bewohner der Hauptstadt richtet, stehen rund 250 Veranstaltungen von Führungen bis Mitmachaktionen, wie die Senatsverwaltung für Wirtschaft am Donnerstag mitteilte, die das Projekt mit 110.000 Euro unterstützt.

Die Idee dahinter: Das Brandenburger Tor ist hinlänglich bekannt, das Reichstagsgebäude oder die Gedächtniskirche auch. Dort drängeln sich oft die Touristen, während sie in vielen Bezirken der BVG-Tarifzone B deutlich seltener zu finden sind. «Beim Programm «Ab ins B!» zeigen unsere Bezirke, was außerhalb der Ringbahn auf die Berlinerinnen und Berliner und unsere Gäste an Attraktionen wartet», erklärte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD). Rund 100 Sehenswürdigkeiten sind dort zu entdecken.

Zum «Ab ins B!»-Programm gehört etwa ein Rundgang durch Spandau, bei dem das Leben im 16. Jahrhundert nacherzählt wird, ein Wildkräuter-Spaziergang im Britzer Garten in Neukölln oder eine Fahrradtour unter dem Titel «Wasser und Strom» vom Treptower Park nach Rummelsburg und zurück. Eine Street-Art-Tour führt auf den Teufelsberg in Charlottenburg-Wilmersdorf und zur ehemaligen Abhörstation während des Kalten Krieges.

In Pankow sind Führungen durch die Dauerausstellung «Alltag in der DDR» im Museum in der Kulturbrauerei im Programm, in Reinickendorf eine Führung ab dem S-Bahnhof Frohnau zur wechselvollen Geschichte der Gartenstadt.


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