Wie ausgebrannt: wenn die mentale Gesundheit am Limit ist

Wie ausgebrannt: wenn die mentale Gesundheit am Limit ist. Foto: Volker Kording

Die moderne Arbeitswelt bringt ein neues Stresslevel mit sich, das vielen zu schaffen macht. Burnouts und Depressionen sind längst ein Massenphänomen, und sie betreffen gerade Arbeitskräfte mit großen Ambitionen. Volker Kording verrät, warum das so ist und was man dagegen tun kann. Er war einst selbst betroffen. Heute berät der Experte Menschen bei der Vorbeugung von Burnouts und im Umgang mit Stressbelastungen. Das sind seine Tipps. 

Erschöpfung ist kein Einzelproblem

Erhebungen des Statistischen Bundesamtes und der Krankenkassen verzeichnen einen starken Anstieg von Personalausfällen aufgrund von Erschöpfung und Depressionen. Der Anstieg dieser Erkrankungen hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen. Der hektische Arbeitsalltag spielt eine Rolle. Permanente Erreichbarkeit führt zur Verwischung von Arbeitswelt und Privatleben. Der Zeitgeist führt dazu, dass Menschen sich Überforderung und Erschöpfung ungern eingestehen. Faktoren wie diese setzen Menschen unter Druck und erschweren die Erholung. Diese Situation führt zu inneren Spannungen und zehrt persönliche Kraftreserven auf.

Stressreduktionstechniken und Achtsamkeitstraining helfen

Erschöpfungszustände und Depression sind keine Lappalien. Seelische Belastung betrifft den ganzen Menschen. Wer sie überwinden will, muss das Problem auf zwei Ebenen angehen. Konkrete Stressreduktionstechniken für den praktischen Alltag müssen mit einem ganzheitlichen Bewusstseinswandel kombiniert werden. Mein Ansatz verbindet dazu die Mindful Based Stress Reduction (MBSR)-Methode mit einem intensiven Achtsamkeitstraining. Die MBSR-Methode gibt den Menschen Techniken zum Umgang mit einzelnen Stresssituationen an die Hand. Das Achtsamkeitstraining sorgt dafür, dass die Welt in einem neuen Licht erscheint und das Denken sich nicht in negativen Mustern und Stereotypen verfängt. 

Gleiches Stresslevel - weniger Stressbelastung

Achtsamkeit und Awareness für die Situation des Gegenübers wirken lebensverändernd. In seiner lesenswerten Rede "This is Water" hat der von Depressionen betroffene Schriftsteller David Foster Wallace beschrieben, wie entscheidend Achtsamkeit für Situationen und andere Menschen die innere Geduld stärken und dem Leben Sinn geben kann. Wenn wir unter Stress stehen, wirken andere Menschen schnell als Störfaktor. Achtsamkeit für das Gegenüber und das kleine Glück im persönlichen Alltag sind der Schlüssel für ein stressfreies Leben. Mit Zeitfenstern für Quality Time, mit Lieblingsmenschen und engen Freunden, kleinen Ritualen und Übungen zur bewussten Weltwahrnehmung kann jeder an seinem Bewusstsein arbeiten und die Resilienz stärken. So ergibt sich selbst bei gleichem Stresslevel weniger Stressbelastung.

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 Volker Kording

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