VBKI positioniert sich klar gegen die geplante Ausbildungsplatzabgabe in Berlin

VBKI-Geschäftsführerin Ute Weiland. Bild von VBKI, Bernd Brundert Photografie

Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) positioniert sich klar gegen die geplante Ausbildungsplatzabgabe in Berlin. Vor der für Donnerstag angesetzten zweiten Lesung im Abgeordnetenhaus appelliert der Wirtschaftsverein an die Berliner Politik, das Gesetzesvorhaben zu stoppen. Angesichts der anhaltenden konjunkturellen Schwäche und der erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen am Standort Deutschland sei es nicht nachvollziehbar, Unternehmen zusätzlich zu belasten. Mit dieser Haltung übt der VBKI den Schulterschluss mit vielen weiteren Kammern, Verbänden und Wirtschaftsvertretungen der Hauptstadtregion.

VBKI-Geschäftsführerin Ute Weiland erklärt: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauchen Unternehmen Vertrauen, Verlässlichkeit und Entlastung – keine neuen Abgaben. Die Berliner Betriebe beweisen mit ihrem Engagement in der Ausbildung, dass sie Verantwortung übernehmen. Eine Ausbildungsplatzabgabe wäre ein grundfalsches Signal und würde ausgerechnet jene bestrafen, die bereits heute einen wichtigen Beitrag leisten. Berlin darf hier keinen Sonderweg gehen, die Wahrung des Koalitionsfriedens darf nicht auf Kosten des Standorts gehen.“

Der VBKI würdigt ausdrücklich die Leistungen der ausbildenden Betriebe: Trotz konjunkturellen Gegenwinds ist es gelungen, rund 1.300 neue Ausbildungsverhältnisse zu schaffen. Dies unterstreicht das hohe Engagement der Berliner Wirtschaft für die Fachkräftesicherung.

Vor diesem Hintergrund ist es aus Sicht des VBKI umso unverständlicher, dass die schwarz-rote Regierungskoalition auf zusätzliche Bürokratie setzt, anstatt die Standortbedingungen zu verbessern. Die geplante Umlage würde ein komplexes Verwaltungsverfahren zur Erhebung, Verteilung und Kontrolle der Mittel nach sich ziehen und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen weiter belasten. Während auf Bundesebene verstärkt auf Anreize, bessere Vermittlung und Entbürokratisierung gesetzt wird, verfolgt Berlin mit der Umlage einen verpflichtenden Finanzierungsansatz.

Der VBKI fordert daher ein klares politisches Bekenntnis: den Stopp der Ausbildungsplatzumlage und ein entschiedenes Nein zu weiteren Belastungen für die Berliner Wirtschaft. Die Botschaft ist eindeutig: kein Berliner Sonderweg.

Quelle:


von

VBKI

Website:

Hier klicken

Anzeigen