Rekordfrühe Ernte und neue Herausforderungen: Die Champagne zu Gast in Berlin

Bild v.l.n.r. Christian Josephi, David Chatillon, Maxime Toubart, Charles Goemaere. Foto: Ronald Schulz

In den nostalgisch extravaganten, kunstvoll gestalteten Räumen des Restaurants Veronika by Fotografiska ging es am 29. Oktober 2026 um die Zukunft des Champagners. Beim Berliner Pressegespräch des Comité Champagne standen eine historisch frühe Weinlese, die Folgen des Klimawandels und die Entwicklung der internationalen Märkte im Mittelpunkt. Als Gesprächspartner waren die beiden Co-Präsidenten Maxime Toubart und David Chatillon, Generaldirektor Charles Goemaere sowie Christian Josephi, Direktor des Bureau du Champagne für Deutschland und Österreich, vor Ort.

Hinter den Winzern liegt ein anspruchsvolles Jahr: Auf Frühjahrsfröste folgten fünf Hitzewellen im Sommer. Der offizielle Lesebeginn am 12. August war der früheste in der Geschichte der Champagne. Trockenheitsbedingt kleinere Beeren sorgten für geringere Erträge. Die Qualität beurteilt der Verband hingegen positiv: Die Trauben waren gesund und voll ausgereift. Erste Verkostungen der Moste zeigten ausgeprägte Frucht, Frische und eine ausgewogene Säure. Eine abschließende Bewertung des Jahrgangs steht noch aus.

Bei den Absatzzahlen hebt sich Deutschland vom weltweiten Trend ab. Während die globalen Champagnerlieferungen 2025 um knapp zwei Prozent auf 266 Millionen Flaschen zurückgingen, stiegen die Lieferungen nach Deutschland um 1,2 Prozent auf 9,616 Millionen Flaschen. Der Umsatz der Erzeuger auf dem deutschen Markt wuchs um 0,2 Prozent auf 229,3 Millionen Euro.