Pflegekrise in Deutschland? Wird die Private Vorsorge zur Schlüsselfrage?

Pflegekrise in Deutschland? Wird die Private Vorsorge zur Schlüsselfrage? . Symbolbild vom Berliner-Sonntagsblatt/KI

Die Pflegekrise in Deutschland ist längst Realität. Der aktuelle BARMER Pflegereport 2025 zeigt, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in den vergangenen Jahren deutlich schneller gestiegen ist als erwartet. Zwischen 2015 und 2023 hat sich die Zahl von rund drei Millionen auf 5,7 Millionen Menschen nahezu verdoppelt. Damit sind inzwischen mehr als sechs Prozent der Bevölkerung auf Pflegeleistungen angewiesen. Auffällig ist, dass nur ein kleiner Teil dieses Anstiegs auf die demografische Alterung zurückzuführen ist. Hauptursache sind vielmehr die Pflegereformen seit 2017, die mit neuen Pflegegraden den Kreis der Anspruchsberechtigten erheblich erweitert haben. 

Nicht nur für Familien kann diese Entwicklung eine enorme finanzielle Belastung bedeuten. Die durchschnittlichen Eigenanteile im Pflegeheim liegen mittlerweile bei über 3.000 Euro pro Monat. Hinzu kommt, dass die Pro-Kopf-Ausgaben in der Pflege inzwischen bei rund 76.000 Euro pro Fall liegen. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt davon nur einen Teil, sodass Betroffene und Angehörige die Versorgungslücke selbst schließen müssen. Experten warnen, dass ohne zusätzliche Vorsorge die Gefahr besteht, dass Pflegebedürftigkeit nicht nur eine gesundheitliche, sondern auch eine existenzielle Krise für Familien darstellt. 

Politisch wird derzeit intensiv über Reformen diskutiert. Bund und Länder arbeiten im Rahmen des sogenannten Zukunftspakts Pflege an einer Neuausrichtung der Finanzierung. Geplant ist unter anderem, dass der Bund künftig die Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige übernimmt und die Länder stärker bei der Finanzierung von Investitionskosten und Pflegeausbildung eingebunden werden. Ziel ist es, die Pflegeversicherung langfristig zu stabilisieren, ohne die Beitragszahler weiter zu belasten. Ob diese Maßnahmen ausreichen, bleibt jedoch offen. 

Private Pflegevorsorge gewinnt zunehmend an Bedeutung. Versicherungsprodukte wie die vielfach ausgezeichnete IDEAL PflegeRente zeigen, dass es Lösungen gibt, die Versorgungslücken schließen und gleichzeitig finanzielle Sicherheit bieten können. Mit einer lebenslangen Rente im Pflegefall, einer Todesfallleistung für Hinterbliebene und einem Rückkaufswert bei Kündigung bietet sie flexible Optionen, die in jeder Situation greifen. Dank des neuen Höchstrechnungszinses sind die Tarife seit Jahresbeginn zudem deutlich günstiger geworden, was die Attraktivität für Verbraucher weiter erhöht. 

Die Pflegekrise scheint längst Realität. Millionen Menschen sind betroffen, die Kosten könnten weiter steigen, und die gesetzliche Absicherung reicht dann nicht mehr aus. Private Vorsorge entwickelt sich damit zu einer zentralen Säule der Daseinsvorsorge. Wer frühzeitig handelt, entlastet nicht nur die eigenen Angehörigen, sondern schafft auch die Grundlage für eine würdige und gesicherte Pflege im Alter.


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