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MIPIM 2026: Berlin präsentiert sich als Labor für neue Stadtquartiere

(v.l.): Steffen Jüstel, Geschäftsführer der ZEITGEIST Asset Management GmbH, und Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen | Bild: BERLINboxx

Cannes | Berlin – Wenn sich im März mehr als 20.000 Entscheider der internationalen Immobilienwirtschaft in Cannes treffen, richtet sich der Blick traditionell auf die Zukunft der Städte. Auch 2026 nutzte das Land Berlin die Bühne der internationalen Immobilienmesse MIPIM, um seine Entwicklungsstrategie vorzustellen – mit einem klaren Schwerpunkt auf Wohnungsbau, Infrastruktur und neuen urbanen Quartierskonzepten.

Der Berliner Gemeinschaftsstand entwickelte sich erneut zu einem zentralen Treffpunkt für Investoren, Projektentwickler und politische Entscheider. Mehr Aussteller als im Vorjahr, ein erweitertes Programm an Panels und Gesprächen sowie zahlreiche Projektvorstellungen unterstrichen den Anspruch der Hauptstadt, sich international als dynamischer Investitions- und Entwicklungsstandort zu positionieren.

Im internationalen Fokus

Im Zentrum der Berliner Präsentation stand die Frage, wie eine wachsende Metropole mit steigendem Wohnraumbedarf umgehen kann. Berlin steuert auf die Marke von vier Millionen Einwohnern zu – mit entsprechenden Herausforderungen für Wohnungsbau, Infrastruktur und Flächenentwicklung.

Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, machte in Cannes deutlich, dass Berlin trotz schwierigen Marktbedingungen ein attraktiver Standort für Investitionen bleibt. Entscheidend sei nun, Bauprozesse zu beschleunigen und Planungssicherheit zu schaffen: „Berlin wächst weiter, und der Bedarf an Wohnraum bleibt hoch. Unser Ziel ist es, den Wohnungsbau deutlich zu beschleunigen und dafür neue politische Instrumente zu nutzen – vom „Bau-Turbo“ bis hin zu vereinfachten Bauvorschriften. Gleichzeitig wollen wir die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand, Wohnungswirtschaft und Investoren weiter stärken.“

In diesem Kontext diskutierte der Stadtentwicklungssenator im Panel zum IBB-Wohnungsmarktbericht gemeinsam mit Branchenvertretern, darunter Dr. Hinrich Holm, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Berlin (IBB), Caroline Oelmann, Geschäftsführerin der Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH, Christoph Beck, Geschäftsführer des landeseigenen Wohnungsunternehmens degewo, und Geraldine de Bastion, Expertin für digitale Transformation und Innovation, über die Wohnungsbaupolitik der kommenden Jahre. Im Mittelpunkt standen Fragen nach wachsendem Wohnraumbedarf, neuen Finanzierungsmodellen und regulatorischen Instrumenten zur Beschleunigung des Wohnungsbaus.

Politische Signale für mehr Tempo im Wohnungsbau

Auch aus Sicht der Branche werden die politischen Initiativen positiv aufgenommen. Steffen Jüstel, Geschäftsführer der ZEITGEIST Asset Management GmbH, der auf der Messe ebenfalls vor Ort war, sieht insbesondere in neuen Gesetzesinitiativen eine wichtige Entwicklung.

Nach Einschätzung von Jüstel sendet die Politik inzwischen deutlich klarere Signale. Programme wie der „Bau-Turbo“, neue Regelungen für schnelleres Bauen und eine stärkere Vereinfachung von Verfahren könnten dazu beitragen, Projekte wieder wirtschaftlich umsetzbar zu machen: „Die Branche braucht vor allem Verlässlichkeit und Geschwindigkeit. Die aktuellen politischen Initiativen zeigen, dass das Thema Wohnungsbau wieder Priorität bekommt. Wenn Genehmigungsprozesse beschleunigt und Bauvorschriften pragmatischer gestaltet werden, kann Berlin seine enorme Entwicklungskraft wieder entfalten.“

Die Zukunft gehört gemischten Quartieren

Ein zentrales Thema der Berliner Präsentation in Cannes war die Entwicklung gemischter Stadtquartiere, die Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Infrastruktur miteinander verbinden.

Als Beispiel für diesen Ansatz gilt das Projekt „27 ha Möglichkeiten“ in Berlin-Lichtenberg, das von ZEITGEIST Asset Management entwickelt wird. Auf einer rund 27 Hektar großen Fläche soll ein neues Stadtquartier entstehen, das unterschiedliche Nutzungen – von Wohnen über Gewerbe bis zu kulturellen Angeboten – miteinander verknüpft.

Besonders bemerkenswert: Den städtebaulichen Wettbewerb gewann das renommierte Pariser Architekturbüro ChartierDalix & serp SAS. Damit steht das Modellvorhaben exemplarisch für eine neue Generation urbaner Entwicklung – international gedacht, lokal verankert und auf gemischte Nutzungen ausgerichtet.

Für Branchenexperten ist genau dieser Ansatz entscheidend für die Zukunft der Metropolen. Monofunktionale Büro- oder Wohnquartiere gelten zunehmend als überholt. Stattdessen entstehen urbane Strukturen, die unterschiedliche Nutzungen miteinander verbinden und so lebendige Stadtteile schaffen.

Berlin als urbanes Zukunftslabor

Die Diskussionen auf der MIPIM zeigten, Berlin steht weiterhin vor großen Herausforderungen, insbesondere beim Wohnungsbau. Gleichzeitig bietet die Stadt enormes Entwicklungspotenzial. Ob politische Reformen, neue Quartierskonzepte oder internationale Investoren: Die Debatte in Cannes machte deutlich, dass Berlin weiterhin als urbanes Zukunftslabor wahrgenommen wird.

Und genau hierin lag die Botschaft der Hauptstadt auf der MIPIM 2026: Die Zukunft der Stadt entsteht nicht in einzelnen Gebäuden, sondern in neuen, gemischten Quartieren, die Wohnen, Arbeiten und Leben zusammenführen.

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Die ZEITGEIST-Geschäftsführung auf der MIPIM 2026 (v.l.): Steffen Jüstel und Peter Noack | Bild: BERLINboxx

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ZEITGEIST Asset Management GmbH

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