Sportmetropole Berlin sendet starkes Signal für den Parasport

Gemeinsam für den Parasport (v.l.): Jörn Oltmann, Bezirksbürgermeister Tempelhof-Schöneberg, Özcan Mutlu, Präsident Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin, Kaweh Niroomand, Olympiabeauftragter des Landes Berlin, Gerhard Wilhelm, Sprecher der Geschäftsführung Spielbank Berlin, Thomas Härtel, Präsident LSB Berlin | Bild: BERLINboxx

Goalball Nations Cup 2026 mit Rekordbeteiligung im Sportforum Hohenschönhausen

Berlin präsentierte sich einmal mehr als internationale Bühne des Parasports. Beim Goalball Nations Cup 2026 trafen im Sportforum Berlin in Hohenschönhausen 26 Teams aus 18 Nationen aufeinander. Rund 230 Athletinnen und Athleten mit Sehbeeinträchtigungen kämpften bei diesem paralympischen Mannschaftssport um den Turniersieg – und machten Berlin für einige Tage zum Zentrum des internationalen Goalballs.

Beim Goalball versuchen zwei Teams, einen mit Glöckchen ausgestatteten Ball unter der gegnerischen Abwehr hindurch ins Tor zu rollen. Für die Spielerinnen und Spieler sind dabei vor allem Gehör, Orientierung und Reaktionsvermögen entscheidend. Ausrichter der mittlerweile neunten Auflage des internationalen Turniers war der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin e.V. (BSRB).

BSRB-Präsident Özcan Mutlu betonte die Bedeutung des Wettbewerbs: „Der Goalball Nations Cup in Berlin ist für viele Nationalmannschaften eine wichtige Standortbestimmung im paralympischen Leistungssport. Hier treffen Teams aus der Weltspitze aufeinander, sammeln internationale Wettkampferfahrung und bereiten sich auf die kommenden Höhepunkte im paralympischen Kalender vor. Berlin wird damit einmal mehr zur Hauptstadt des Parasports.“

Deutscher Turniersieg als starkes Signal

Sportlich setzte die deutsche Männer-Nationalmannschaft ein beeindruckendes Ausrufezeichen. Im Finale setzte sich das Team gegen die Ukraine durch und sicherte sich den Turniersieg vor heimischem Publikum.

Bemerkenswert dabei: Auf dem Weg ins Finale bezwang die deutsche Mannschaft sowohl die Paralympics-Goldmedaillisten aus Japan als auch die Silbermedaillisten aus der Ukraine. Der Erfolg gilt als wichtiges Signal mit Blick auf die Weltmeisterschaft im Juni in China sowie auf die langfristige Perspektive der Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Im Frauenwettbewerb setzte sich die Nationalmannschaft aus Japan durch.

Begeisterung bei Politik und Sport

Unter den Ehrengästen befanden sich zahlreiche Vertreter aus Politik, Sport und Wirtschaft. Dazu gehörten unter anderem Thomas Härtel, Präsident des Landessportbundes Berlin, Franziska Becker, Staatssekretärin für Sport, Jörn Oltmann, Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Kaweh Niroomand, Olympiabotschafter des Landes Berlin, sowie Özcan Mutlu, Präsident des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes Berlin.

Kaweh Niroomand zeigte sich beeindruckt von der Dynamik des Sports: „Ich finde das eine großartige Veranstaltung – und einen faszinierenden Sport. Ich muss gestehen, ich sehe Goalball heute zum ersten Mal live. Was hier an Schnelligkeit, Gewandtheit und Antizipation zusammenkommt, ist beeindruckend. Es ist großartig, dass Berlin Gastgeber eines solchen Turniers ist.“

Auch Franziska Becker, Staatssekretärin für Sport, unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung: „Ich gratuliere der deutschen Herrenmannschaft herzlich zum Turniersieg und ebenso den erfolgreichen Teams im Frauenwettbewerb. Internationale Turniere wie dieses tragen dazu bei, den Parasport sichtbarer zu machen. Gleichzeitig zeigt diese Veranstaltung, wie Sport Nationen zusammenbringen kann – gerade in Zeiten, die nicht immer einfach sind.“

Engagement der Wirtschaft für den Parasport

Ein besonderer Dank galt der Spielbank Berlin, die sich seit vielen Jahren für den Behindertensport engagiert. Das Unternehmen gehört zu den wichtigen Förderern des Berliner Sports und unterstützt unter anderem die paralympische Ausnahmeschwimmerin Elena Semechin.

Gerhard Wilhelm, Sprecher der Geschäftsführung der Spielbank Berlin: „Berlin bewirbt sich um die Olympischen und Paralympischen Spiele. Veranstaltungen wie der Goalball Nations Cup zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial diese Stadt als Gastgeber internationaler Sportereignisse besitzt. Gleichzeitig sendet dieses Turnier ein starkes Signal für Inklusion und für die Bedeutung des Parasports. Für die Spielbank Berlin ist es ein besonderes Anliegen, neben dem Spitzen- und Breitensport insbesondere den Parasport nachhaltig zu unterstützen.“

Berlin als möglicher Olympia-Standort

Bei den Ehrengästen herrschte Einigkeit darüber, dass Berlin mit seiner Infrastruktur, seiner internationalen Ausstrahlung und seiner lebendigen Sportkultur hervorragende Voraussetzungen für zukünftige Großereignisse bietet.

Der Goalball Nations Cup 2026 hat einmal mehr gezeigt: Berlin ist nicht nur eine Metropole der Kultur und Wirtschaft, sondern auch eine Bühne für internationalen Spitzensport – und ein überzeugender Kandidat für Olympische und Paralympische Spiele.

Quelle:


von

Spielbank Berlin

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